Verschiedene Interessentengruppen haben in Zofingen die Stadtklima-Initiative lanciert. Auch die Zofinger Fraktion der GLP wurde angefragt, ob sie die Initiative unterstützen wolle. Nach Sondierungsgesprächen mit dem Initiativkomitee hat die Fraktion jedoch beschlossen, die Initiative nicht zu unterstützen, auch wenn das Anliegen der Initianten anerkannt wird.
GLP-Einwohnerrat Anders Sjöberg erklärt die Gründe für die Nicht-Unterstützung der Initiative: Die Grünliberale Partei (glp) Zofingen begrüsst grundsätzlich das Anliegen der Stadtklima-Initiative, insbesondere die Förderung von Begrünung und Entsiegelung im städtischen Raum. Diese Massnahmen sind aus Sicht der glp sinnvoll und notwendig für eine klimaresiliente Stadtentwicklung.
Trotzdem hat sich die glp nach sorgfältiger Abwägung entschieden, die Initiative nicht zu unterstützen. Die vorgeschlagenen Massnahmen sollten aus Sicht der glp integraler Bestandteil der Stadtplanung sein und bei jeder Neu- oder Ersatzinvestition systematisch geprüft und umgesetzt werden. Starre Vorgaben bezüglich Fläche und Zeitrahmen sind dabei nicht zielführend und lassen zu wenig Spielraum für eine kosten- und wirkungseffiziente Umsetzung.
Die finanziellen Mittel der öffentlichen Hand sind begrenzt. Daher gilt es sie gezielt einzusetzen – auch für weitere wichtige Projekte zur Reduktion des Energieverbrauchs und des CO₂-Ausstosses. Dazu zählen unter anderem das Postulat «Go for Gold» (eingereicht von SP, glp, grüne, EVP) zur Verbesserung der Energieeffizienz sowie das glp-Postulat «Weg vom Gas» zur Abkehr von fossilen Heizsystemen. Diese Massnahmen adressieren die Ursachen des Klimawandels direkt und ergänzen das Anliegen der Initiative sinnvoll.
Die glp wird sich im Einwohnerrat weiterhin dafür einsetzen, dass bei jeder Neu- oder Ersatzinvestition konsequent geprüft wird, ob das Potenzial zur Begrünung und Entsiegelung ausgeschöpft ist – und falls nicht, konkrete Verbesserungen einfordern.