Nicht nur die Eltern-Taxis vor den Schulen geben in Zofingen Anlass für Gesprächsstoff, auch die «Schatzi-Taxis» am Bahnhof Zofingen beschäftigen die Politik regelmässig, nachdem die Kurzzeitparkplätze direkt vor dem Bahnhof nach der Neugestaltung des Bahnhofplatzes aufgehoben wurden.
Deshalb bemüht sich die GLP Zofingen um konstruktive Lösungsansätze und verlangt vom Stadtrat mit einem am 23. März 2026 eingereichten Postulat «Entwirrung Verkehrssituation Bahnhof Zofingen» Antworten auf die folgenden Fragen:
- Prüfung einer geeigneten, gleisnahen Örtlichkeit für eine exklusive Hop-on Hop-off Zone
- Prüfung von bahnhofsnahen Standorten für mehr Kurzzeitparkplätze
- Prüfung von Sofortmassnahmen im Bereich Signalisation und Verkehrsführung
GLP Fraktionspräsidentin Carla Fumagalli begründet im Namen der GLP Fraktion die Einreichung Postulats vor allem damit, dass durch wildes Anhalten ein Rückstau auf die Güterstrasse entstehe und es Konflikte zwischen motorisiertem Verkehr, Zweiradverkehr und Fussgängern gebe.
Die GLP glaubt nicht, dass sich die Parkplatz-Situation beim Bahnhof in absehbarer Zeit entschärfen wird. Im Gegenteil: Fumagalli erwartet aufgrund des prognostizierten Bevölkerungswachstums, dass der Bahnhof Zofingen noch stärker frequentiert werde in Zukunft. Daher verlangt die GLP, dass der Stadtrat prüft, wie mehr Kurzzeitparkplätze sowie eine Hop-on-Hop-off-Zone geschaffen werden können – und wie die Verkehrsführung rund um den Bahnhof so schnell wie möglich besser signalisiert werden kann.
Die GLP-Fraktion findet, dass dies direkt mit der Sicherheit und dem Komfort der Zofinger Bürgerinnen und Bürger zu tun habe – und dies durchaus in die Verantwortung der Stadt gehöre. Die Ausgangslage sei herausfordernd, so die Fraktion, aber die Stadt müsse zumindest Lösungsansätze prüfen.
Die GLP regt an, die Überbauung auf dem Swissprinters-Areal auf der anderen Seite der Bahngeleise in diese Überlegungen einzubeziehen. Und sie gibt den Input, zu prüfen, ob Kurzzeitparkplätze sowie eine Hop-on-Hop-off-Zone auch unterirdisch möglich wäre. «Es muss sich nicht zwangsläufig um eine oberirdische Lösung handeln», hält die GLP Fraktion fest und bringt neben dem Swissprinters-Areal auch das Bahnhofsparking ins Spiel.