GLP Zofingen verlangt Antworten zur Erhöhung der Abwassergebühren

GLP Zofingen verlangt Antworten zur Erhöhung der Abwassergebühren

Der Stadtrat von Zofingen hat die Finanz- und Geschäftsprüfungskommission (FGPK) an der Sitzung vom 5. März 2026 darüber informiert, dass er plane, die Abwassergebühren in Zofingen um rund 15% zu erhöhen. Da Zofingen mit CHF 2.90/m3 bereits eine der höchsten Gebühren im Kanton Aargau hat, wirft das Fragen auf. Denn mit der Erhöhung auf CHF 3.30 respektive sogar CHF 3.40 hätte Zofingen die höchsten Abwassergebühren im ganzen Kanton Aargau.

 

Deshalb will die GLP Zofingen wissen, wieso diese Gebührenerhöhung nötig ist. Erstunterzeichner GLP Einwohnerrat Anders Sjöberg kann dabei auf breite Unterstützung von anderen Parteien zählen: Die Mitte, EVP, Die Grünen wie auch die SP unterstützen die Interpellation. 

 

Einige der wichtigsten Fragen, die sich stellen, sind: 

 

  • Aus welchen Gründen hat Zofingen bereits heute eine der höchsten Abwassergebühren im Kanton Aargau?
  • Wie setzt sich die geplante Benutzungsgebühr von CHF 3.30/m3 bzw. CHF 3.40/m3 zusammen? 
  • Wie haben sich über die letzten 10 Jahre die Einnahmen aIler Anschlussgebühren entwickelt?
  • Ist der vorgesehene höhere Tarif unter Berücksichtigung des aktuellen Investitionsplans kostendeckend?
  • Ist vorgesehen, die erhöhte Gebühr zeitlich zu befristen?
  • Welche Auswirkungen hätte es auf den Investitionsplan und die finanzielle Situation der Abwasserkasse,
    falls die Gebührenerhöhung nicht umgesetzt werden kann?
  • Teilt der Stadtrat die Auffassung, dass die Finanzierung von allgemeinem Hochwasserschutzmassnahmen über Anschluss- und Benutzergebühren rechtlich problematisch ist, sofern kein direkter Zusammenhang zur
    Abwasserentsorgung besteht?
  • Ist es unter dem geltenden Reglement möglich, Hochwasserschutzprojekte ganz oder teilweise über Steuermittel zu finanzieren?
Kanalarbeiten in der Pfistergasse in Zofingen
Erneuerung u.a. von Abwasserleitungen in der Pfistergasse in Zofingen