Die zwei letzten Einwohnerratssitzungen der Stadt Zofingen in der Legislaturperiode 2022 – 2025 waren vollgepackt mit der Aufarbeitung zum Teil alter Pendenzen. Wie gewohnt hat auch die GLP-Fraktion an der Mitgestaltung der Sitzung aktiv teilgenommen.
So beantwortete der Stadtrat die von GLP-Einwohnerrat Anders Sjoberg am 15. September 2025 eingereichte Interpellation zum Bevölkerungswachstum in Zofingen. Stellvertretend für die GLP-Fraktion stellt Attila Gygax fest, dass man teilweise mit den Antworten des Stadtrates zufrieden sein könne. Zudem ergänzt Gygax: «Das Wachstum wird eine grosse Herausforderung sein für die nächste und übernächste Legislatur. Wichtig sei, dass man auch noch über Mobilitätsentwicklung rede. Und bei den Gestaltungplänen hat es noch Luft nach oben. Da wünscht sich die GLP seitens der Exekutive mehr Engagement». Die Details der Interpellation sowie die ausführliche Antwort des Stadtrates findet man unter Interpellation der GLP: Bevölkerungswachstum und seine Auswirkungen auf Zofingen.
Das bereits 2021 eingereichte Postulat der SP für eine freiwillige öffentlichen Tagesschule wird von der GLP ganz im Sinne ihrer fortschrittlichen Gesellschaftspolitik ebenfalls unterstützt. GLP-Fraktionspräsidentin Carla Fumagalli wünscht sich bei der Ausarbeitung der Details aber noch eine breitere Bedarfsanalyse. Zudem solle auf eine gute soziale Durchmischung der Klassen geachtet werden. Die GLP-Fraktionspräsidentin schlägt vor, das Postulat erst nach dem Vorliegen des Detailkonzeptes abzuschreiben, was aber in der Abstimmung vom Einwohnerrat abgelehnt wird. Trotzdem ist die GLP erfreut, dass der Stadtrat von Zofingen die Pläne für die Eröffnung einer freiwilligen öffentlichen Tagesschule in Zofingen für den Sommer 2027 vorantreibt.
Der GLP-Stadtrat Dominik Gresch vertrat die Position des Stadtrates zur Petition betreffend Überprüfung der Spitexleistungen. Der Stadtrat wünscht sich, dass das Postulat nicht überwiesen werde. Der Grund sieht Gresch vor allem darin, dass seit der Einreichung der Petition 2024 bereits viele Massnahmen ergriffen wurden, um die Spitex finanziell auf Kurs zu bringen. Das hatte schmerzvolle Einschnitte in der Verwaltung zur Folge. Zudem haben sich die Restkosten reduziert. GLP-Stadtrat Gresch erklärt: «Der Stadtrat ist gewillt, sich weiterhin einzubringen. Wir gehen nicht einfach zur Tagesordnung über. Sollte das Postulat dennoch überwiesen werden, so soll die Dienstleistungsqualität möglichst ausgeklammert sein, denn diese muss ohnehin gewährleistet werden».
Die zweite Sitzung am Folgetag war dem Budget 2026 gewidmet. Regelmässig wird dabei auch das stetige, überproportionale Wachstum der Verwaltung zum Thema. Die GLP sieht Kürzungspotential vor allem bei den Stellen, die neu geschaffen werden sollen. GLP-Fraktionspräsidentin Carla Fumagalli begründet dies wie folgt: «Wichtig sei, dass gutes Personal am richtigen Ort eingesetzt wird. Beispielsweise muss man bei natürlichen Fluktuationen prüfen, ob die Stelle noch nötig sei.» Die verantwortungsvolle Ausgabepolitik, welche die GLP grundsätzlich verfolgt, ist auch der Grund, wieso sich die GLP dafür einsetzte, dass die Lohnerhöhung bei der Verwaltung statt 1% auf 0,5% reduziert werden. Die GLP ist sich bewusst, dass die rund CHF 100’000.- Einsparung im Gesamtbudget nur einen kleinen Anteil ausmachen. Diese wiederholen sich aber jährlich, erklärt Fumagalli. Am Schluss wird der Antrag der GLP mit 19 zu 15 knapp abgelehnt.
Die Stellenprozente bei der Verwaltung waren aber auch zu einem späteren Zeitpunkt wieder ein Thema. Mit Unterstützung der GLP wurden 130 Stellenprozente aus dem Budget gestrichen. Dies ganz im Sinne einer möglichst schlanken und effizienten Verwaltung, für die sich die GLP immer wieder einsetzt.