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«Fünf Sitze wären das Tüpfli auf dem i»

Die vier bisherigen glp-Einwohnerratssitze halten: Das ist für Parteipräsident Adrian Borer ein realistisches Wahlziel.

Grosse Überfliegerin bei den Zofinger Kommunalwahlen 2013 war die Grünliberale Partei (glp). Lokal eine Neo-Partei – gewann sie aus dem Stand 4 Sitze im Einwohnerrat. Ihr Mitglied Dominik Gresch zog in den Stadtrat. Die glp ist seither in die Fraktion Dynamische Mitte (DYM) eingebunden – übt den Schulterschluss mit der CVP und der EVP. Würde es in dieser Konstellation nicht Sinn machen, wenn das Wahlgesetz Listenverbindungen zu liesse? glp-Ortsparteipräsident und Einwohnerrat Adrian Borer: «Nein, bei einem Parlament mit nur 40 Sitzen macht das keinen Sinn – 2,5 Prozent Stimmenanteil für einen Sitz ist eine kleine Hürde.»
Borer betont, dass man gerne in der DYM-Fraktion mitarbeite, aber ansonsten sich selbst ist – grünliberal eben. Die Eigenständigkeit der drei Partnerinnen sei diesen Frühling auch bei den Stadtratswahlen deutlich geworden – jede der Parteien hat ihre eigene Kandidatur angemeldet. Die glp war mit ihrer auf der Erfolgsstrasse – Dominik Gresch wurde mit einem ausgezeichneten Resultat wiedergewählt. Auf Gresch als Imageträger sowie auf 4 profilierte bisherige Einwohnerräte – plus 8 weitere bekannte Persönlichkeiten auf der Liste – darauf kann Borer für die Einwohnerratswahlen bauen. «Die vier Sitze halten, ist realistisch – ein weiteres Mandat wäre das Tüpfli auf dem I».
Was steht bei der glp für die nächsten vier Jahren auf der Traktandenliste? «Ganz klar der Bereich Bildung inklusive Tagesstrukturen und – wo nötig – einen Ausbau der Schulinfrastruktur». Dieser – und bauliche Verbesserung in anderen Bereichen – lösen eine Investitionswelle aus. Es gelte deren Höhe in einem für Zofingen erträglichen Mass zu halten. «Die Investitionen müssen nachhaltig und im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten der Stadt tragbar sein.» Die Verschuldung Zofingens müsse ohne Steuererhöhung verkraftbar bleiben.
Einem zusätzlichen Parkhaus im Osten der Stadt steht die glp positiv gegenüber – «gerne aber in der Rechtsform der AG». Eine solche möchte Borer auch für das Seniorenzentrum. Dies würde die Rechnungsführung vereinfachen und Effizienzgewinn schaffen. Bei der Standortpolitik würde er sich einen Fokus wünschen, der – neben dem Bereich Wohnen – stärker auf die Ansiedelung von Gewerbe und Industrie ausgerichtet ist. Unter neuer Industrie versteht Borer – Ingenieur-Chemiker mit Doktortitel – High-Tech-Firmen, wie sie beispielsweise im Pharmapark Siegfried zu finden sind. «Ökologie lässt sich so sehr gut mit Ökonomie vereinbaren».
Wachstum bringt Verkehr. «Was wir benötigen, sind leistungsfähige Achsen – wie die Wiggertalstrasse. Zwischen ihnen 30er-Zonen und ein Konzept für den Velo- und Fussgängerverkehr».